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Wie läuft ein Probetraining ab?

Die meisten Menschen, die zum ersten Mal anfragen, stellen sich dieselbe Frage: Was passiert da eigentlich genau? Ich erkläre es Schritt für Schritt – von der Anmeldung bis zum Abschlussgespräch.

von Sifu Toni Schmidt · Zentrum für Selbstverteidigung Ludwigshafen
Großmeister Bill Newman und Sifu Toni Schmidt beim Escrima-Training – Zentrum für Selbstverteidigung Ludwigshafen
Sifu Toni Schmidt mit seinem Lehrer Großmeister Bill Newman beim Escrima-Training.

Ich bekomme diese Frage oft – per WhatsApp, über das Kontaktformular, manchmal direkt auf der Straße: „Ich würde gerne mal reinschnuppern, aber ich weiß nicht, was mich erwartet."

Das ist völlig normal. Kampfkunst ist für die meisten Neuland. Man weiß nicht, ob man fit genug ist, ob man sich blamiert, ob man sofort kämpfen muss oder ob man schlicht fehl am Platz wirkt zwischen Menschen, die das schon jahrelang machen.

Die kurze Antwort: Nichts davon trifft zu. Aber lass mich das genauer erklären.

Was dich beim Probetraining erwartet – auf einen Blick

Jeder Kurs bei uns dauert 60 Minuten. Beim Probetraining kannst du an einem Tag so viele Kurse kostenlos ausprobieren, wie du möchtest – das können auch zwei oder drei sein, wenn du Zeit hast und Lust auf mehr. Alles unverbindlich, alles ohne Kosten.

Du wirst nicht ins kalte Wasser geworfen. Du wirst nicht vorgeführt. Und du musst vorher keine Erfahrung mitbringen – weder körperliche Fitness noch Vorkenntnisse in irgendeiner Kampfkunst.

Was du brauchst: Sportklamotten, Sportschuhe, etwas zu trinken – und die Bereitschaft, neugierig zu sein.

Schritt für Schritt: Der Ablauf eines Probetrainings

Schritt 1 – Anmeldung

Vor dem ersten Training meldest du dich kurz an – per WhatsApp, über das Kontaktformular auf der Website, per E-Mail oder einfach über jemanden, den du kennst und der schon bei uns trainiert. Das ist keine Formalität, sondern damit ich weiß, wer kommt und welchen Kurs du dir anschauen möchtest.

Du bekommst von mir eine kurze Rückmeldung mit allen Infos: Wann der Kurs startet, wie du uns findest, was du mitbringst.

Schritt 2 – Ankommen (10 Minuten vor Beginn)

Komm etwa zehn Minuten vor Trainingsbeginn. Das gibt mir die Gelegenheit, dir die Schule zu zeigen, bevor es losgeht. Du lernst die anderen Mitglieder kennen – entspannt, ohne dass du sofort mitmachen musst.

Keine große Einführungsveranstaltung, kein Vortrag. Einfach ankommen, schauen, was los ist. Es gibt eine Toilette, in der du dich umziehen kannst, falls du nicht schon in Sportkleidung kommst.

Schritt 3 – Einstieg in den Kurs

Dann beginnt der Kurs – und von Anfang an bist du dabei. Nicht als Zuschauer auf der Bank, sondern als Teilnehmer. Je nach Kurs sieht dieser Einstieg unterschiedlich aus, weil jede Kampfkunst ihre eigene Logik hat und wir diese Logik von der ersten Minute an vermitteln wollen.

Dein Trainingspartner in den ersten Übungen ist in der Regel einer unserer Trainer. Wir wechseln im Verlauf des Trainings die Partner – das ist Teil des Konzepts, weil man von verschiedenen Menschen unterschiedliche Widerstandsformen und Reaktionen bekommt. Wenn das Training gut läuft und du dich wohlfühlst, kannst du auch ganz normal mit den anderen Mitgliedern trainieren.

Schritt 4 – Das Abschlussgespräch

Nach dem Kurs setzen wir uns kurz zusammen. Ich frage, wie es war, was du wahrgenommen hast, ob etwas unklar geblieben ist. Du kannst alle Fragen stellen, die du willst – zum Training, zu den Kursen, zu den Kosten, zu allem.

Wenn das Training gut gefallen hat und du dir vorstellen kannst, dabei zu bleiben, machen wir direkt einen zweiten Termin aus – bei dem du die Möglichkeit hast, nochmals alles in Ruhe zu erleben, bevor du eine Entscheidung triffst. Erst danach, wenn du wirklich überzeugt bist, kommt die Vertragsunterzeichnung. Kein Druck, keine Überrumpelung.

Was du im ersten Training lernst – je nach Kurs

Jede Kampfkunst hat ihren eigenen Einstieg. Ich zeige dir, womit wir in jedem Kurs beginnen – und warum.

Wing Tsun – Die Siu Nim Tao

Im Wing Tsun beginnen wir mit der Siu Nim Tao – der ersten und grundlegendsten Form des Systems. Übersetzt bedeutet der Name in etwa „die kleine Idee". Dieser Name täuscht: Die Siu Nim Tao enthält die Kernprinzipien des gesamten Wing Tsun-Systems in komprimierter Form.

Im Probetraining lernst du die ersten Bewegungssequenzen dieser Form – langsam, bewusst, ohne Eile. Das Ziel ist nicht, möglichst viel auswendig zu lernen, sondern ein erstes Gespür für die Mechanik des Systems zu bekommen: Wie hält man den Körper? Wie ist die Energie ausgerichtet? Was passiert, wenn man die Struktur richtig aufbaut?

Danach folgen erste Partnerübungen, die auf diesen Grundlagen aufbauen.

Escrima – Die PMS-Form

Im Escrima beginnen wir mit einer Form, die ich PMS nenne – nach der Philippine Martial Arts Society. Die Form wurde von meinem Lehrer, Grandmaster Bill Newman, gemeinsam mit Großmeister René Latosa entwickelt. Als immer mehr Schüler fragten, wie die Form heißt, habe ich ihr diesen Namen gegeben, damit wir im Training klar darüber sprechen können.

Vom ersten Tag an hältst du einen Trainingsstock in der Hand. Das ist kein Zufall und keine Spielerei – es ist Teil des Konzepts. Escrima ist ein waffenbasiertes System, und diese Realität spiegelt sich im Training von Anfang an wider. Die ersten Schläge, die ersten Winkel, die ersten Abwehrbewegungen – du erlebst sofort, worum es geht.

Tai Chi – Dehnen, Mobilität und die Kranich-Form

Im Tai Chi starten wir anders: mit Dehnen und Mobility-Übungen. Das ist kein bloßes Aufwärmen – es ist ein wesentlicher Teil der Praxis. Tai Chi fordert einen Körper, der beweglich und präsent ist, bevor man in die eigentlichen Formen einsteigt.

Danach beginnen wir mit der Kranich-Form, die langsam, präzise und bewusst erarbeitet wird. Für viele ist dieser erste Kontakt überraschend: Tai Chi ist deutlich anspruchsvoller, als es von außen aussieht.

Quick Defence – Boxing Basics

Im Quick Defence beginnen wir mit dem, was ich „Boxing Basics" nenne: Wie bildet man eine Faust richtig? Wie schlägt man so, dass man sich nicht selbst verletzt? Wie weicht man einem Schlag aus? Wie setzt man die Beine ein?

Das klingt einfach – für die meisten ist es dann aber doch herausfordernder als erwartet. Aber die Grundlagen gut zu beherrschen ist der Unterschied zwischen einer Technik, die im Ernstfall funktioniert, und einer, die es nicht tut. Quick Defence ist auf schnelle Lernbarkeit ausgelegt, aber nicht auf Oberflächlichkeit.

Die häufigsten Ängste vor dem ersten Training – und was ich dazu sage

Ich höre sie regelmäßig, diese Sätze. Ich höre sie so oft, dass ich sie hier direkt ansprechen möchte.

„Ich bin nicht fit genug."
Fitness ist kein Eintrittskriterium, sondern ein Ergebnis des Trainings. Wer regelmäßig kommt, wird fitter. Für das erste Training brauchst du nichts weiter als die Bereitschaft, mitzumachen.

„Ich werde bloßgestellt oder muss gleich kämpfen."
Das passiert nicht. Das Probetraining ist keine Prüfung. Niemand erwartet von dir, dass du in der ersten Stunde etwas beherrschst. Alle im Raum haben irgendwann so angefangen wie du.

„Ich habe Angst vor Gewalt – und gleichzeitig Angst davor, selbst Gewalt einzusetzen."
Das ist, meiner Erfahrung nach, die häufigste und tiefste Hemmschwelle. Und sie ist verständlich. Viele Menschen suchen Selbstverteidigung gerade deswegen auf, weil sie Konfliktsituationen fürchten – und gleichzeitig nicht wissen, ob sie in der Lage wären, wirklich zu handeln, wenn es darauf ankommt.

Was ich sagen kann: Selbstverteidigungstraining ist kein Programm zur Verherrlichung von Gewalt. Es ist ein Werkzeug, das dir Klarheit gibt – über deine eigene Reaktionsfähigkeit, über deine Grenzen, über das, was du tun kannst und was nicht. Diese Klarheit reduziert Angst. Das ist kein Versprechen, sondern das, was ich nach vielen Jahren im Unterrichten immer wieder beobachte.

Praktische Infos auf einen Blick

Kosten: Das Probetraining ist vollständig kostenlos – keine Anmeldegebühr, keine versteckten Kosten, keine Bedingungen.

Mehrere Kurse an einem Tag: Du kannst an einem Tag alle Kurse besuchen, die du möchtest. Jeder Kurs dauert 60 Minuten. Wer viel Zeit hat und neugierig ist, kann so in einem Nachmittag einen echten Eindruck von Wing Tsun, Escrima und Quick Defence bekommen.

Mitbringen: Sportklamotten, Sportschuhe, etwas zu trinken. Mehr brauchst du nicht.

Umkleiden: Es gibt eine Toilette, in der du dich umziehen kannst. Duschen sind nicht vorhanden.

Anmeldung: Vorher kurz anmelden – per WhatsApp, E-Mail oder über das Kontaktformular auf der Website. Nur damit ich weiß, wer kommt und welchen Kurs du dir anschauen möchtest.

Ort: Frigenstraße 5, 67065 Ludwigshafen am Rhein.

Wie meldest du dich an?

Der einfachste Weg ist eine kurze Nachricht über WhatsApp: 0173 569 35 99. Du kannst auch das Kontaktformular auf der Probetraining-Seite nutzen oder mir eine E-Mail schreiben.

Schreib einfach, welchen Kurs du dir anschauen möchtest und wann du Zeit hast. Ich antworte in der Regel schnell und wir finden unkompliziert einen Termin.

Wenn du noch unsicher bist, welche Kampfkunst zu dir passt – mach einfach unseren kurzen Kurs-Test auf der Website.

Bereit für das erste Training?

Meld dich kurz an – per WhatsApp, E-Mail oder über das Formular. Das Probetraining ist kostenlos, unverbindlich und du kannst an einem Tag mehrere Kurse testen.

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Wing Tsun – Geschichte und Prinzipien · Escrima – Die Kampfkunst der Krieger von den Philippinen

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